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    Lebt seit seinem 57. Lebensiahr Im Herheder St. Josefshaus: Helmut Klein (65). Wenn er gerade mal da ist, liest er gern die Tageszeitug.
    FOTO: MICHAEL KORTE

    Der Junior im Altenheim

    Helmut Klein ist mit 65 der zweitjüngste Bewohner des St. Josefshauses in Herbede. Er lebt dort schon seit über sieben Jahren — und fühlt sich Wohl

    Von Annette Kreikenbohm

    Gut, dass es gestern den ganzen Tag geregnet hat. Sonst wäre Helmut Klein wohl gar nicht da gewesen. Denn wenn der 65-Jährige nicht gerade zur Dialyse muss, dreimal die Woche, ist er am liebsten mit Bus und Bahn irgendwo in der Region unterwegs. Doch abends kommt er immer wieder gern ins Herbeder St. Josefshaus zurück.

    Dort lebt er seit Mai 2007 — und ist damit einer der jüngsten Bewohner im Altenheim. Dass die meisten weit über 80 sind, stört ihn nicht. Aber mit den anderen Karten spielen oder Gymnastik machen — das sei auch nicht sein Ding. „Ich bin gern für mich allein. Schon immer.“ Wenn er überhaupt mal da ist, sitzt Helmut Klein in seinem sparsam mit Möbeln des Hauses ausgestatteten Zimmer im ersten Stock oder auf der Bank unten vor der Eingangstür. Da raucht er sich gem eine, „Ich bin freiwillig hier reingegangen“, sagt er gleich zu Beginn. „Das Haus kenn’ ich noch von früher als Kind.“ Denn in Herbede, genauer: in Durchholz, ist er aufgewachsen. Dort hat er zuletzt gewohnt. Woanders zu leben, das käme für ihn nicht in Frage. Auch im Seniorenzentrum liegt sein Zimmer auf der Station, die „Durchholz“ heißt.

    Trotzdem hätte er sein Ein-Raum-Apartment im echten Dorf wohl nicht aufgegeben, wenn er nicht so schwer krank geworden wäre, Probleme mit dem Magen, der Speiseröhre, „Und ich konnte nicht mehr laufen,“ Der Rollator steht in Reichweite. Doch für ein paar Schritte im Haus braucht Helmut Klein den längst nicht mehr.

     

    Bloß nicht ganz allein sein

    Sicher könnte er inzwischen mit Unterstützung durch einen Pflegedienst auch wieder in einer Wohnung leben, Aber so ganz allein? Der Wittener schüttelt den Kopf. Er hat keine Frau, keine Kinder. Nur neun Geschwister, in alle Himmelsrichtungen verstreut. „Ab und
    zu kommt mich jemand von denen besuchen.“ Hier im Josefshaus müsse er sich um nichts kümmern, „Hier habe ich meine Freiheit.“ Und wenn ihm doch mal nach menschlicher Nähe ist, gibt es immer die Chance auf ein Gespräch. Früher hat Helmut Klein 15 Jahre in der Landwirtschaft gearbeitet.

    Dann war er Platzanweiser im Capitol-Kino. Als ein Filmvorführer gesucht wurde, sprang Klein ein, machte den Job später auch in der „Burg“, Ins Kino geht er heute nicht mehr, sieht abends lieber noch ein bisschen fern, bevor er gegen zehn im Bett verschwindet.

    Dann träumt ervielleicht von der nächsten Tour. Nach Siegen oder Essen. Dort spaziert er herum. Geht in die Kaufhäuser, die „größer sind als in Witten“, oder einen Kaffee trinken. Sein Handy hat er stets dabei, weil er auch mal einen Bus verpasst. Und sich die Mitabeiter im Seniorenzentrum dann Sorgen machen. Helmut Klein lächelt ein wenig verschmitzt und sehr zufrieden: Er hat es doch gut getroffen.

     

    Die meisten Bewohner sind zwischen 80 und 90

    Wann jemand in ein Seniorenzentrum aufgenommen wird, ist nicht in erster Linie vom Alter abhängig, sondern vom Gesundheitszustand. So lebt zum Beispiel eine 47-jährige Person, die Multiple Sklerose hat, im Awo-Seniorenzentrum Egge. Doch das sei ein Einzelfall, sagt Martina Steinbach vom Sozialen Dienst.

    Im St. Josefshaus Herbede sind 67 der 80 Bewohner älter als 80 Jahre. Im Awo-Seniorenzentrum Egge ist der Großteil zwischen 80 und 90, ebenso im Seniorenzentrum St. Josef in Annen. Hier ist derJüngste um die 70, derÄlteste über 100. Im Bommeraner Lutherhaus sind die meisten zwischen 75 und 95.

    Quelle: WAZ 27.08.2014

     

 

Kath. Altenzentrum St. Josefshaus Herbede gGmbH, Voestenstraße 13- 15, 58456 Witten