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    Stellenplus betrifft nur Helfer

    Heim-Experten: Erste Stufe der Pflegereform bringt nur kleine Erleichterungen

    WITTEN.Abwartend bis skeptisch ist die Haltung in Wittener Seniorenheimen zur angekündigten ersten Stufe der Pflegereform.„Demnächst haben wir keine Pflegestufen mehr, sondern Grade. Ich bin schon gespannt, was dabei herauskommt“, sagt Günter Schröder, der das St. Josefshaus in Herbede leitet.

    Im kommenden Jahr sollen fünf Pflegegrade entwickelt werden, doch im Grunde gebe es auch jetzt schon fünf Pflegestufen: „Hoffentlich wird das nicht eine Nullrunde, bei der es nur um eine Umbenennung geht”, sagt Schröder. Entscheidend für die Einstufung soll künftig das sein, was die Bewohner noch können. Das erinnert an die aktuelle Arbeit des Medizinischen Dienstes, der oft nach nur einem Besuch beurteilt, was der Patient noch kann und was nicht. Schröder: „Wir müssen häufig gegen solche Einstufungen klagen, und sind dabei auch sehr erfolgreich.”

     

    Test in Herbede angeboten

    Er hat Karl-Josef Laumann, dem Beauftragten des Bundesgesundheitsministeriums für die Pflege, angeboten, die neuen Einstufungen in Herbede zu testen. Das sei doch besser als etwas Falsches gleich flächendeckend einzuführen: „Fehler kann man so gleich ausmerzen.” Auf eine Antwort wartet er aber bislang vergeblich... Positiv wäre es aus Sicht des Seniorenheimleiters, wenn das viele Geld, das derzeit in die Benotung der Einrichtungen und in die Pflegestützpunkte fließe, für die Pflege selbst verwendet würde. „Die Spannweite der durchschnittlichen Noten in ganz Deutschland liegt zwischen 1,0 und 1,4. Da sieht man doch, wie aussagekräftig das System ist.” Man könne den Eindruck haben, die Politik habe alles so definiert, dass am Ende kein Verbesserungsbedarf erkennbar wird.

    Genau so überflüssig sei die Finanzierung von Pflegeberatungsstellen, wie es sie im Rathaus gibt: „Die Informationen, die es da gibt, bekommt man auch in jedem Altenheim, bei jeder Krankenkasse oder im Krankenhaus.”

    Einen echten Fortschritt kann Schröder bei den Reformansätzen noch nicht erkennen. Auch Bernadette Heiduk, Pflegedienstleiterin aus dem St. Josefshaus in Annen, sieht noch keinen Grund zum jubeln: „Wir müssen abwarten, was kommt.” Dass es künftig weniger Bürokratie geben soll, sei positiv.

    Als großes Plus wird derzeit verkündet, dass der Personalschlüssel bei den Betreuungskräften in den Heimen steigen soll: von 1:24 auf 1:20. Doch aus Sicht der Pflegedienstleiterin wäre es viel wichtiger gewesen, einen guten Personalschlüssel für die echte Pflege einzuführen. Heiduk: „Die Betreuungskräte sind nur Helfer.“ Dass es künftig mehr von ihnen geben soll, sei gewiss nicht schlecht, aber: „Es handelt  sich oft um Kräfte, die sich aus anderen Bereichen weitergebildet haben.” Und da erweise sich schon jetzt längst nicht jeder als geeignet: „Die Arbeit bedeutet mehr als ein bisschen Händchenhalten.”

     

    „Das dauert zu lange“

    Andreas Vincke, Leiter der Feierabendhäuser, hat mit  Betreuungskräften aber eher gute Erfahrungen gemacht: „Wir bilden sie auch permanent weiter.” Er bewertet die angekündigten Erleichterungen in der Kurzzeit- und Tagespflege positiv. Die bittere Kehrseite der Medaille: „Die Zahl der Pflegekräfte in vollstationären Einrichtungen steigt zunächst einmal nicht. Und: „Dass die dringend erforderlichen Regelungen für Demenzkranke bis 2017 aufgeschoben sind, dauert viel zu lange.”

    Susanne Link

    Quelle: RuhrNachrichten 3.6.2014

 

 

Kath. Altenzentrum St. Josefshaus Herbede gGmbH, Voestenstraße 13- 15, 58456 Witten